Mostviertler Birnbaumblüte, © weinfranz.at

Unterwegs an der Mosthöhenstraße

Aussichtsreich und genussvoll

An schönen Aussichtsplätzen ist die niederösterreichische Moststraße reich gesegnet. Besonders lohnenswert ist ein Ausflug an die Mosthöhenstraße. Vor allem im Frühling, wenn sich die Knospen von einer Million Obstbäumen öffnen. Dann genießt man von hier einen grandiosen Panoramablick vom sanften Hügelland an der Moststraße bis zur wild-alpinen Bergwelt an der Eisenstraße.

Reich an eindrucksvollen Ausblicken und gemütlichen Genussadressen ist die Mosthöhenstraße. Sie schlängelt sich von St. Peter in der Au weiter nach St. Michael am Bruckbach bis St. Georgen in der Klaus. Von hier führt ein Abstecher nach Waidhofen/Ybbs oder man fährt über Biberbach nach Seitenstetten zurück.

Wer der grünen Beschilderung an der niederösterreichischen Moststraße folgt, genießt einen umfassenden Überblick über das aufblühende Land. Neben der Schönheit der Landschaft mit ihren ehrwürdigen Birnbaumzeilen bezaubern auch die malerischen Dörfer mit ihren prächtigen Vierkant-Bauernhöfen, die wie kleine Burgen auf den Hügeln thronen.
Besonders zur Birnbaumblüte ein wunderschöner An- und Ausblick!

Aussichtsreiche Höhentour

Am einfachsten lässt sich die aussichtsreiche Strecke mit dem Auto oder Motorrad erkunden. Wer die Mosthöhenstraße mit dem Rad erfahren möchte, sollte über ausreichend Kondition und idealerweise ein E-Bike verfügen. Wer kein eigenes E-Bike hat, kann sich eines im Panoramagasthaus Mitterböck in St. Peter an der Au ausleihen. Das Gasthaus bietet auch eine Gratis-E-Bike-Ladestation für seine Gäste.

Die knapp 37 km lange Mosthöhenstraße E-Bike-Rundroute „Birnenblick“ beginnt und endet in Seitenstetten. Sie führt zunächst auf wenig befahrenen, asphaltierten Straßen eben durch das Urltal. Ab Großau sind beträchtlichen Steigungen zu meistern. Bei guter Kondition benötigt man dafür rund 4 ½ Stunden. Die gesamte Strecke führt teilweise entlang kleiner Flüsse und sanfter Hügel, stets begleitet von schönen Ausblicken. Kultureller Höhepunkt am Weg ist das Stift Seitenstetten.

Regionstypische Gaumenfreuden

Gemütliche Moststraße-Wirtshäuser und urige Moststraße-Heurige laden zur Einkehr.

Auf dem 560 Meter hohen Michaelsberg, gleich neben der Kirche von St. Michael am Bruckbach, thront der traditionelle Panoramagasthof Mitterböck. Sowohl vom Panoramasaal als auch vom Gastgarten, wo man im Schatten alter Kastanienbäume sitzt, genießt man eine traumhafte Aussicht. Und Wirtin Michaela Mitterböck wurde zur freundlichsten Gastwirtin gekürt.

Auch der Mostheurige Voralpenblick im Vierkanthof von Familie Heuras ist ein gemütliches Platzerl, um sich mit einer herzhaften Jause und einem Glas Most zu stärken. Man sitzt entweder in der heimeligen Bauernstube mit knisterndem Kachelofen oder im neuen Heurigenstadl. Von der Terrasse des ruhigen Gastgartens genießt man einen herrlichen Ausblick ins Land.

Lohnenswerter Kulturgenuss

Wer seine Landpartie mit einem kulturellen Glanzlicht bereichern möchte, macht einen Zwischenstopp im Stift Seitenstetten.

Das barocke Stift Seitenstetten mit dem historischen Hofgarten wird wegen seiner prachtvollen Anlage auch „Vierkanter Gottes“ genannt. Das Kloster beeindruckt mit barocken Kunstschätzen, einer umfangreichen Galerie mit einmaligen Einblicken in die unterschiedlichen Kunstepochen und Lebenswelten der Künstler und dem Historischen Hofgarten. Besuchenswert ist auch der Landgasthof Stiftsmeierhof.

Auf einer Anhöhe von 665 Metern liegt St. Georgen in der Klaus. Hier sollte man der ebenfalls zum Benediktinerstift Seitenstetten gehörenden Kirche einen kurzen Besuch abstatten.

Von St. Georgen in der Klaus und Seitenstetten ist es nicht weit nach Waidhofen an der Ybbs. In der ”Stadt der Türme” prägen barocke Kirchtürme und drei mittelalterliche Wehrtürme das Bild. Vom Schlossturm genießt man einen schönen Rundblick. Und der Stadtturm widmet sich aktuell einer Sonderausstellung mit dem Titel ”Die Welt der kleinen Leute anno dazumals”