300 Jahre Kremser Schmidt

Sonderausstellung Stift Seitenstetten

Anlässlich des 300. Geburtstages von Martin Johann Schmidt „Kremser Schmidt“ zeigen die Mönche des Stifts Seitenstetten heuer die bedeutendsten Werke in den prunkvollen Räumen des Klosters anhand von Schwerpunktführungen.

Kremser Schmidt, ein aus Krems stammender Spätbarockmaler, war menschlich zutiefst mit dem Stift Seitenstetten und dem Mostviertel verbunden. Er war ein einfacher, bürgerlicher, sparsamer und „immer tätiger Mann". Zeit seines Lebens war er dem Land verhaftet. In Wien konnte er zu Lebzeiten künstlerisch kaum Fuß fassen, obwohl ihm 1768 die Mitgliedschaft in der Akademie der bildenden Künste verliehen wurde. Somit war es Schmidts Sendung, eben das „Land" aus dem er kam mit den Werken seiner Kunst zu versorgen. In Seitenstetten gestaltete er als Hauptwerk das Sommerrefektorium und den Maturasaal aus. Aus dieser Zeit stammen auch noch Originalschriftstücke zwischen Kremser Schmidt und dem damaligen Stiftskämmerer Pater Joseph Schaukegl. Beide Räume sowie der Marmorsaal sind im heurigen Jahr erstmals seit längerem wieder, im Rahmen der Führung, für Besucher zugängig. Die Schwerpunktführung bezieht sich vor allem auf diese Werke, geht aber auch auf die reiche Symbolsprache und die extremen „Hell-Dunkel" Kontraste in den Schmidt Bildern ein und bietet darüber hinaus auch so manchen Einblick in das klösterliche Leben des 18. Jahrhunderts.

Neben der Führung „300 Jahre Kremser Schmidt" laden in Seitenstetten übrigens auch der Historische Hofgarten und das himmlisch bodenständige Restaurant „Stiftsmeierhof" zum Besuch ein. Letzteres verwöhnt seine Gäste mit einem Kremser Schmidt Menü nach dem Motto „Meister des Hell-Dunkel" und auch das Weinerlebnis „Kirchmayr" präsentiert ihren „300 Jahre Kremser Schmidt" Grünen Veltliner Ried Stangl; Jahrgang 2017 Kamptal DAC.

www.stift-seitenstetten.at